7 Kleinkunstwerke gerettet

 








 
 

Im Zuge der Revitalisierungsarbeiten der gswb-Wohnhäuser in der Plainstraße wurden die Wandbilder von Karl Weiser liebevoll restauriert und werden so auch weiterhin der Wohnanlage erhalten bleiben.

Der Künstler Karl Weiser

Der Salzburger Akademische Maler Karl Weiser hat überaus umfangreiche und
weitgespannte Werke hinterlassen. Weiser war Maler, Graphiker, Illustrator, Freskant, Zeichner und Aquarellist, Textilkünstler und Schöpfer herrlicher Glasfenster.

Karl Weiser wurde am 14. Juli 1911 in Salzburg geboren. Der Vater führte ein Teppichhaus, die Mutter entstammte einer alten Optikerfamilie, die traditionell für das Funktionieren des Glockenspiels und das monatliche Setzen der neuen Weisen auf dem Walzwerk verantwortlich gewesen ist.

Karl Weiser besuchte die Bundesrealschule in Salzburg, schon in seinen Zeugnissen steht bei "Freihandzeichnen" der Vermerk "besonders hervorragende
Leistungen". Von 1933 bis 1938 studierte er in Wien an der Akademie für bildende Künste in der Meisterklasse bei Prof. Sterrers. Nach dem Krieg und der Kriegsgefangenschaft kehrte Weiser 1945 nach Salzburg zurück.

1939 heiratete er seine Frau Martha, sie ging 1959 in die Politik und wurde 1964 erste Stadträtin von Salzburg.

Sein künstlerisches Hauptanliegen war die religiöse sakrale Kunst. In
zahlreichen Kirchen und Gebäuden legen Glasbilder und Fresken davon Zeugnis
ab. Aber er schuf auch viele Landschaften, Portraits, Blumenbilder, Akte und viele Zeichnungen.

Karl Weiser lebte bis zu seinem Tod am 18. November 1988 als freischaffender Maler in Salzburg.

Die 7 Schöpfungstage

1958 schuf er sieben Wandgemälde "Die 7 Schöpfungstage " an den Wohnhäusern der Stadtgemeinde Salzburg in der Plainstraße.

Die sieben Schöpfungstage:

1. Tag:
Am Anfang schuf Gott den Himmel, Gott unterschied zwischen Licht und Finsternis

2. Tag:
Es werde ein Firmament inmitten der Wassern und scheide zwischen Wassern und Erde; das Firmament entstand.

3. Tag:
Das Wasser sammelte sich und es erschien trockenes Land, die Erde brachte Grün und Bäume hervor.

4. Tag:
Tag und Nacht wurde erschaffen, Licht und Finsternis wurde unterschieden.

5. Tag:
Die Fische des Wasser und die Vögel der Luft; seid fruchtbar und mehret euch.

6. Tag:
Vieh und Tiere wurden erschaffen. Nun wollen wir den Menschen machen, Mann und Frau wurden geschaffen.

7. Tag:
Tag des Herrn - Ruhetag

 

Die Erschaffung der Welt
Der biblische Originaltext zu den 7 Bildern (Buch Genesis, Kapitel 1)

1 Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
2 die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
4 Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis
5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
6 Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.
7 Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es
8 und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag.
9 Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es.
10 Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war.
11 Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.
12 Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war.
13 Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag.
14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen;
15 sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.
16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
17 Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,
18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.
19 Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag.
20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen.
21 Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war.
22 Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren.
23 Es wurde Abend und es wurde Morgen: fünfter Tag.
24 Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es.
25 Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war.
26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.
27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
29 Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
30 Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.